Einbruch- und Gebäudeschutz

In der Schweiz bewegt sich die Anzahl der Einbrüche seit Jahren auf einem sehr hohen Niveau. Die Mehrheit der Einbrüche im Privatbereich ereignet sich tagsüber, wenn die Bewohner aus dem Haus sind. Bei Einbrüchen im Geschäftsbereich ist es umgekehrt. Dort finden Einbrüche und Vandalismus vor allem nachts und an Wochenenden  statt, wenn die Gebäude und Büroräumlichkeiten  leer sind. Deshalb sind die Bedürfnisse im Wohn- und Objektbereich auch sehr unterschiedlich: 

Privater Wohnbereich:

 

  • Schutz von Privatsphäre 
  • Schutz von Personen und Haustieren
  • Schutz von Wertgegenständen (Schmuck, Bargeld, emotional wertvolle Gegenstände, usw.) 
  • Brandschutz
  • Personennotruf 

Geschäftsliegenschaft:

 

  • Schutz von Akten/Kundenunterlagen (physisch, elektronisch) 
  • Schutz vor Vandalismus (am und um das Gebäude)
  • Personenschutz
  • Notruf bei Überfall
  • Schutz vor Diebstahl und Beschädigung von Material (Werkzeug, usw.) 
  • Brandschutz 

So unterschiedlich wie die Bedürfnisse, sind auch die Schutzmassnahmen. Es gibt objekt- und schwachstellenbezogene Schutzmassnahmen, die je nach Situation in Kombination die optimale Lösung sind. Massnahmen können bereits bei der Planung berücksichtigt werden, oder aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstet oder ergänzt werden. Es gibt hier unzählige Möglichkeiten. Am Anfang steht eine umfassende Analyse. Die Lösung muss dem Objekt und den Bedürfnissen der Bewohner/des Unternehmens angepasst sein. Es lohnt sich auch, die bereits getroffenen Massnahmen regelmässig zu überprüfen und den aktuellen Bedürfnissen anzupassen. 

Ein effizienter Einbruchschutz besteht aus drei Säulen: 


Planung:

  • Berücksichtigung von Massnahmen beim Neu- oder Umbau:
    Türen und Fenster mit gutem Widerstand gegen Einbruch (www.ahb.bfh.ch/einbruchhemmung)
  • Zusätzliche elektrische Anschlüsse für elektronische Lösungen 


Bauliche Massnahmen:

  • Baulich-mechanische Massnahmen: Mechanische Erhöhung des Widerstandes, v.a. an Türen und Fenstern. Der Einbrecher benötigt länger für das Eindringen ins Geschäfts- und Privatgebäude. Dies erhöht das Risiko entdeckt zu werden. 
  • Elektronische Lösungen: Video- und Alarmanlagen verhindern den Einbruch nicht. In Verbindung mit ergänzenden Massnahmen sinnvoll. 
  • Mechanisch-elektronische Lösungen:  Die Kombination von mechanischen und elektronischen Komponenten ist ein optimierter Einbruchschutz.


Organisatorische Massnahmen: 

  • Versicherungsdeckung regelmässig  anpassen 
  • Wertsachen im Tresor lagern 
  • Briefkasten bei Abwesenheit regelmässig leeren 
  • Keine Einträge und Berichte  über Abwesenheiten in sozialen Medien (Facebook, Instagram, usw.)